Raus aus deiner Routine
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Raus aus deiner Routine

Raus aus deiner Routine

1920 1080 Eva Wosko-Conrads

Raus aus deiner Routine

Was hast du für alltägliche Routinen? Denk einmal bewusst über deine Gewohnheiten im täglichen Leben nach. Schätzt du sie als „gut“ oder eher als „schlecht“ ein? 30-50% deiner Alltagstätigkeiten sind durch Gewohnheiten bestimmt. Sei es der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad oder die Tasse Kaffee am Morgen. Du übst sie aus, ohne darüber nachzudenken oder sie abzuwägen. Dein Gehirn verknüpft räumliche Situationen, zeitliche Tätigkeiten und Ereignisse. Wiederholst du diese Kombinationen häufig, erkennt dein Gehirn irgendwann die Situation und lässt dich die erlernte Tätigkeit automatisch ausführen.

Sinnvolle Routinen

Einige Menschen handeln im Alltag öfter „gewöhnlich“. Sie tragen beispielsweise nur blaue oder graue Anzüge zur Arbeit. So können sie sich voll und ganz auf andere Entscheidungen konzentrieren. Statt sich mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen, handeln sie lieber nach ihrem bewährten Schema, denn: Neue und komplizierte Dinge erfordern Bewusstsein, Aufmerksamkeit und Konzentration. Dein Gehirn jedoch strebt danach, alles zur Routine zu machen, um Energie für andere, aktuellere Dinge zu sparen. Deshalb vergessen wir auch nicht das Zähneputzen an einem besonders stressigen Arbeitstag. Ohne diese Routinearbeit wäre dein Gehirn mit den Alltagsdetails überfordert. Genau diese Routine macht es uns aber auch so schwer, aus „schlechten“ oder „ungünstigen“ Gewohnheiten auszubrechen. Bei der Ausführung von gewohnten Handlungen werden durch das limbische System Belohnungsstoffe ausgeschüttet. Sie erzeugen ein Glücksgefühl und bekräftigen die Handlung durch ein Gefühl von Zufriedenheit.

Raus aus der Routine

Mit den folgenden Schritten kannst du es trotzdem schaffen, alte Verhaltensweisen zu ändern:


1. Schritt: Zielpriorisierung
Was genau willst du an deinem Lebensstil oder an deinen Gewohnheiten verändern? Willst du dir ganz bewusst die Zeit für Meditation oder Atemübungen nehmen? Regelmäßiger Sport treiben? Oder mit dem Rauchen aufhören? Es ist wichtig, dass du dir ein realistisches, erreichbares und messbares Ziel überlegst, zum Beispiel: Ich werde es an zwei Abenden in der Woche schaffen, die erlernte Atemtechnik anzuwenden.


2. Schritt: Selbstbeobachtung
Finde heraus, wodurch die Gewohnheit, die du ändern willst, ausgelöst wird. Beispiel: Wie fühlst du dich nach einem herausfordernden Tag? Bist du müde und möchtest dich für die geleistete Arbeit belohnen, z.B. mit Süßigkeiten? Meistens ist es nämlich nicht nur ein Reiz, der die „schlechte“ Gewohnheit auslöst, sondern ganze Kontexte. Viele Gewohnheiten führen wir in bestimmten Situationen aus, z.B. der Gang zum Süßigkeitenschrank nach dem Mittagessen für einen kleinen Nachtisch.


3. Schritt: Gegenmaßnahmen formulieren
Wenn du dir deiner Gewohnheit bewusst bist, überlege dir, was du stattdessen tun kannst. Wenn du abends Lust auf Süßigkeiten hast, weil du es dir gemütlich machen willst, mach dir stattdessen einen Tee und kuschle dich in eine weiche Decke. Du kannst dir auch einen kleinen Spaziergang mit Naturerleben als neue Gewohnheit zulegen. Der gibt dir mehr Energie und Kraft als Süßigkeiten.


4. Schritt: Umsetzung der neuen Gewohnheit
Plane deine neuen Aktivitäten oder Auszeiten ganz genau. Dabei hilft auch ein Kalender, in dem du dir die Termine mit einem Rotstift eintragen kannst. Hefte dir kleine Zettel mit deinen Zielen oder Teilzielen an einen Ort, an dem du regelmäßig vorbeikommst. So hast du deine Ziele stets vor Augen. Wenn du morgens vor dem Arbeiten joggen willst, stell dir deine Laufschuhe direkt neben das Bett. Das Gehirn soll das Aufstehen mit dem Sehen der Laufschuhe und dem Joggen verknüpfen, so handelst du automatisch.

Tipp: Überleg dir immer einen Plan B: Was mache ich, wenn es regnet und ich eigentlich joggen gehen wollte? Geh stattdessen doch ins Fitnessstudio auf das Laufband oder mach zu Hause ein paar Übungen zur Kräftigung deiner Muskulatur.


5. Schritt: Fortschrittskontrolle und Belohnung
Wichtig bei allen Zielen ist es, dass du dich dafür auch belohnst. Nach jedem Workout kannst du ein Häkchen setzen und nach zehn Einheiten gönnst du dir beispielsweise eine Massage oder ein Essen in deinem Lieblingsrestaurant. Die Belohnungen selbst sollten allerdings nicht zur Gewohnheit werden. Dafür variierst du die Abstände und die Art der Belohnungen.


6. Schritt: Aufrechterhaltung deiner Motivation
Wenn du es geschafft hast, drei Monate lang drei Mal in der Woche Sport zu machen, wird es dir leichter fallen dieses Vorhaben aufrechtzuerhalten. Dennoch wird es auch Tage geben, an denen du keine Lust haben wirst, dein Ziel zu verfolgen. Hier sind drei Beispiele, wie du deine Motivation trotzdem aufrechterhalten kannst:

  • Erstelle zu Beginn eine Pro- und Contra-Liste, die du immer wieder hervorholen kannst, um dir deiner „Beweg“-Gründe bewusst zu werden.
  • Erinnere dich daran, wie du dich bei der Erreichung deines Ziels/Teilziels gefühlt hast oder stell dir deine positiven Gefühle beim endgültigen Erreichen deines Ziels vor.
  • Such dir Menschen in deinem Umfeld, die sich gemeinsam mit dir auf den Weg machen. Hast du einen Durchhänger, können deine Freunde dich wieder motivieren und zum Weitermachen ermutigen. Außerdem könnt ihr euch gemeinsam über die Erfolge freuen.
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Eva Wosko-Conrads

Eva Wosko-Conrads, ehemalige Hochleistungssportlerin in der rhythmischen Sportgymnastik, 6-fache deutsche Meisterin und Fachautorin im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements, hat die Themen Gesundheit und Motivation zu ihrer Leidenschaft gemacht. Als berufstätige zweifache Mutter weiß sie genau, wo die Herausforderungen im Alltag liegen. Mit ihrer Erfahrung gibt sie dir leicht verständliche Tipps und Tricks, um auch deinen Alltag jeden Tag aufs Neue zu meistern. Eva möchte Menschen emotional berühren und sie dazu anspornen, Erfolgsdenken und das Bewusstsein für die eigene Gesundheit als Lebenseinstellung zu verinnerlichen. Evas Motto: „Die Energie steckt in dir!“

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Eva Wosko-Conrads, ehemalige Hochleistungssportlerin in der rhythmischen Sportgymnastik, 6-fache deutsche Meisterin und Fachautorin im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements, hat die Themen Gesundheit und Motivation zu ihrer Leidenschaft gemacht. Als berufstätige zweifache Mutter weiß sie genau, wo die Herausforderungen im Alltag liegen. Mit ihrer Erfahrung gibt sie dir leicht verständliche Tipps und Tricks, um auch deinen Alltag jeden Tag aufs Neue zu meistern. Eva möchte Menschen emotional berühren und sie dazu anspornen, Erfolgsdenken und das Bewusstsein für die eigene Gesundheit als Lebenseinstellung zu verinnerlichen. Evas Motto: „Die Energie steckt in dir!“

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